Jazz-Workshop am Fritz-Greve-Gymnasium
Schon seit ein paar Jahren ist es Tradition am Fritz-Greve-Gymnasium Malchin einen Jazzer einzuladen, wenn es in der 12. Klasse daran geht dieses Thema zu behandeln. Dieses Mal jedoch war es etwas Besonderes, da wir nicht wie sonst von einem Musiker aus Rostock ein tieferes Verständnis für diese Musik bekamen, sondern von Richard Howell, einem afroamerikanischen Jazzer aus San Francisco, der mit dem Jazz eng verbunden ist. Mehr als 30 Schüler beteiligten sich freiwillig an seinem Workshop, nicht nur vom Fritz-Greve-Gymnasium Malchin sondern auch vom Malchiner Fachgymnasium und dem privaten Internatgymnasium Schloss Torgelow. In 90 Minuten bot er uns dann eine Mischung aus Englisch-, Geschichts- und Musikunterricht. Howell machte uns mit Hilfe von Vergleichen z.B. einem Raumschiff vom Planeten "I don?t know", das uns dann in dessen Heimat mitnahm, deutlich, wie sich die Afrikaner gefühlt haben müssen, als sie von den Sklavenhändlern in die "neue Welt" verschleppt wurden. Dies und anderes gab uns einen sehr guten Einblick darin, warum der Jazz zu dem geworden ist, wie wir ihn heute kennen, mit den verschiedenen Einflüssen aus Worksongs, Spirituals und dem Blues sowie darin, wie der Jazz selbst die Musik weiter beeinflusst. Interessant war es auf jeden Fall und für einige von uns wird es wohl nicht die letzte Begegnung mit dem Jazz gewesen sein, denn die Schüler, welche von der Musik infiziert wurden, werden dann wohl auch mit zum Jazzabend nach Rostock kommen.
Als Fazit bleibt noch zu erwähnen, dass wir nach dieser Erfahrung feststellen mussten, dass wir Europäer nicht dieses Gefühl und die Leidenschaft besitzen einen Jazz so rüber zu bringen wie es Richard Howell, als Vertreter der afroamerikanischen Bevölkerung geschafft hat.
Autoren: Bianca Ladewich, Tobias Schoknecht
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