Vamos a la playa
Am 13. Januar 2010 machten sich sechs derzeitige und drei ehemalige Schüler des Fritz-Greve-Gymnasiums auf den Weg nach Chile. Die Vorfreude bekam jedoch bereits einen Dämpfer durch einen Streik der Lotsen. Der geplante Flug von Madrid nach Santiago de Chile wurde auf den 15. Januar verschoben. Zunächst war es eine Enttäuschung für uns, aber das Hotel und die beeindruckende Stadt Madrid haben uns dafür entschädigt. Nach einem 13-stündigen Flug sind wir am 16. Januar dann endlich in Santiago angekommen und haben die Hauptstadt Chiles besichtigt und beeindrucken lassen.
Anschließend begann unsere eigentliche Arbeit. Die Gruppe nahm an Projekten der Sommeruniversität teil. Wir begannen mit dem Sammeln von Ideen zum Thema Klimawandel. Einen Teil setzten wir in den Spots um. Die Videos wurden von den Chilenen gut angenommen und auch wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Nach den Dreharbeiten in Santiago führte uns unsere Reise weiter nach Pichasca. Allan Ramirez empfing uns herzlich nach einer ca. 6-stündigen Busfahrt in Richtung Norden. Die chilenische Gruppe, mit der wir zusammenarbeiten sollten, zeigte uns das Dorf und seine Umgebung. Solch eine beeindruckende Landschaft wie hier, hatten wir vorher noch niemals gesehen. Berge, Kakteen, Felsen und im Tal eine grüne Fläche. Der Fluss Hurtado, nach dem die Region benannt ist, schlängelte sich durch das Tal. Überraschend für uns war, dass er nur sehr wenig Wasser mit sich führt und an einigen Stellen nahezu kaum noch Wasser fließt. So wurden wir sofort mit einem der Probleme in der Region konfrontiert: Wassermangel! In Pichasca fehlte uns dieses mehrfach. Wir stellten uns aber schnell auf die besondere Situation ein. Uns wurde bewusst, dass Wasser nicht selbstverständlich ist. Die Sorgen der Menschen in Pichasca, besonders den Wassermangel, versuchten wir in Radiospots zu verdeutlichen.
Ein Ausflug in die Berge war für uns alle mehr als aufregend, denn wir fuhren mit dem Pick-up. Unser Ziel war es, einen Solarkocher abzuholen. Zurück in Pichasca haben wir diesen gleich getestet, was für alle Reisenden wiederum eine neue Erfahrung war. Allan, der unseren Aufenthalt plante, erfüllte uns einen Herzenswunsch. „Vamos a la playa“ hieß es für unsere Gruppe. Wir freuten uns, dass wir einen Tag am Pazifik sein durften und genossen das Baden im Meer, die Wellen, den Strand und die Sonne.
Am letzten Tag in Pichasca empfing uns der Bürgermeister. Er freute sich über unser Dasein und die Zusammenarbeit zwischen Malchin und Pichasca.
Die drei Wochen vergingen wie im Flug und wir sind uns alle einig, dass diese Reise eine Bereicherung für uns war und wir jederzeit wieder an einem solchen Projekt teilnehmen würden.
Besonderer Dank gilt Dario Jana Castro, der uns während der gesamten Reise begleitete und uns mit den Bräuchen Chiles vertraut gemacht hat sowie dem Kolleg für Management und Gestaltung Nachhaltiger Entwicklung unter Leitung von
Dr. Joachim Borner für die Organisation und Durchführung des Projektes.
Linda Kotzauer
| Autor: Herr Arndt | Datum: 19.03.2010 20:04 |