Einsteins Tuning
"Mit Einstein auf einer Welle"Der letzte Besuch in diesem Schuljahr aus der Neubrandenburger Philharmonie fand nun unter dem Motto "Einsteins tuning" statt. Diesmal waren jedoch nicht vordergründig die Musiker der Jahrgänge angesprochen, sondern die Physikkurse der Oberstufe nahmen an der Veranstaltung mit einer Violinistin des Philharmonischen Orchesters teil. "Einstein" verbindet man gewiss mit einer Vielzahl von physikalischen Theorien - jedoch kaum jemand denkt bei diesem Namen an "Musik". Inwiefern jedoch beide Bereiche "auf einer Wellenlänge" liegen, verdeutlichte Frau Renate Kegel eindrucksvoll anhand ihres Instrumentes, welches auch Einstein beherrschte. Hierbei wurde auch ein geschichtlicher Bogen von der Verbindung zwischen Akustik, Musik und Mathematik durch die Entdeckungen von Pythagoras, über die einschneidenden Richtlinien für Musik durch Papst Gregor, bis hin zu der Veränderung des Aufbaus der Violine im 17. Jahrhundert vollzogen. Frau Kegel zeigte anschaulich an mehreren Instrumenten, wie sich die Saiten der Geigen durch die Schuppen der Pferdehaarsaiten auf dem reibenden Bogen in Schwingung versetzen, diese wiederum auf den Körper übertragen werden und im Körper mit Idealform zum Klingen kommen. Wie unterschiedlich dieses Klingen sein kann, konnten die Schüler selbst erfahren und ausprobieren. Dass die Violine ihren Zweck zum Musizieren besitzt, veranschaulichte Frau Kegel im Vorspiel einiger Stücke - aber auch hier spannte sie den Bogen von Mozart bis zur Modernen und beendete die Veranstaltung mit ihrem Lieblingsstück von dem neuzeitlichen Komponisten K.Penderecki. Zumindest im Verständnis über die mechanischen Wellen, welche beim Spielen auf einer Violine entstehen, können die Schüler nach dieser Veranstaltung nun sagen, dass sie "mit Einstein auf einer Welle" liegen...





| Autor: Herr Arndt | Datum: 28.11.2009 18:41 |