Europapolitik an unserer Schule
Europäische Union in „Meck-Pomm“
Den Schülern der 12. Klasse des Fritz-Greve-Gymnasiums Malchin fiel zu diesem Thema anfangs recht wenig ein, bis sich doch manch einer an Förderungen in Landwirtschaft und Infrastruktur erinnerte. Um dieses letzte Loch in der Bildung noch vor dem Abitur zu schließen, besuchte Dr. Mediger, Staatssekretär im Finanzministerium Mecklenburg Vorpommerns, das Gymnasium am Montagnachmittag des 9. März.
Dr. Mediger erläuterte die Finanzpolitik der EU und, dass unser Land in der letzten Zahlungsperiode einen „traurigen Erfolg“ erreichen konnte, indem das eigene Bruttoinlandsprodukt unter 75% des Durchschnitts der Europäischen Union blieb. Somit werden noch bis 2013 hohe Förderungen in das Land fließen.
Auch bekannte Tatsachen wurden wieder in Erinnerung gerufen. Zum Beispiel, dass die Bundesrepublik den größten „Geldgeber“ der EU darstellt und innerhalb Deutschlands hauptsächlich Gebiete der ehemaligen DDR Förderungen erhalten. Jährlich werden so etwa 130 Milliarden € in benachteiligte EU-Gebiete ausgeschüttet. Die angesprochenen Bereiche Landwirtschaft und Infrastruktur erhalten davon in Mecklenburg Vorpommern allein etwa 600 Millionen €.
Die Schüler konnten jedoch feststellen, dass auch sie von diesen Förderungen profitieren. Der jedem bekannte Hafen in Salem am Kummerower See wurde aus dem „Topf“ der EU finanziert und auch das Gymnasium selbst erhielt Förderungen, wenn diese auch nicht für die unmittelbare Arbeit mit den Schülern bestimmt sind.
Der anfänglich geplante Dialog mit dem Staatssekretär kam aufgrund der Tageszeit leider nur begrenzt zustande, jedoch bedeutete diese Veranstaltung für die Schüler eine immer gern gesehene Abwechslung im Schulalltag. Eine Fortführung ähnlicher Projekte am Gymnasium in Malchin ist auch für nachfolgende Jahrgänge wünschenswert, da ein Lernen in ähnlich angenehmen Rahmen für alle Beteiligten einen Gewinn darstellt.

| Autor: Herr Arndt | Datum: 03.05.2009 16:56 |